Erste Mannschaft von Lok überrollt

Im letzten Spiel der Hinrunde musste sich die erste Mannschaft den Gäste von Lok Zwickau mit 1:5 geschlagen geben. Nach guten 40 Minuten und früher Führung reichte den Gäste eine kurze Druckphase, um noch vor der Pause die Partie zu drehen und mit einer 1:3 Führung in die Pause zu gehen.

Im Heimspiel sollte zum Hinrundenabschluss nochmal ein Sieg eingefahren werden. Trotz anhaltender personeller Probleme waren die Spieler von Blau-Gelb guter Dinge, nach vier sieglosen Spielen wieder dreifach zu Punkten. Das Spiel begann zunächst ausgeglichen und beide Mannschaften verzichteten auf die sogenannte Abtastphase. Nach rund zehn Minuten dann die erste schlechte Nachricht für Mülsen. Verteidiger Schmutzler musste verletzt ausgewechselt werden und auf seine Position kam R. Ehrler. Kurz danach bot sich Gust die erste Gelegenheit des Spiels. Sein sehenswerter Schuss aus gut 25 Metern ging aber knapp am Tor vorbei. Nur wenige Momente später eine weitere gute Gelegenheit für die Gastgeber. Baumann drang in den Strafraum ein und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der Schiedsrichter entschied ohne zögern auf Elfmeter. S. Ehrler nutzte diese frühe Chance und verwandelte den Elfmeter gewohnt sicher. Im Anschluss und mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste immer besser ins eigene Spiel, ohne dabei die Abwehr von Blau-Gelb in Gefahr zu bringen. Die meist langen Bälle konnte sicher geklärt werden. Kurz vor der Pause dann ein Fernschuss auf das Tor von Kirchberger. Den aufsetzenden Ball konnte er nicht festhalten und den Abpraller nutzte der reaktionsschnelle Angreifer der Lok zum Ausgleich. Nun hatten die Gäste ihre Chance gewittert. Nur wenige Minuten danach probierte die Gäste es wieder mit einem Schuss aus der zweiten Reihe. Erneut konnte Keeper Kirchberger den Ball nur abprallen lassen und erneut waren die Angreifer der Lok gedankenschneller als die Abwehr von Blau-Gelb und nutzten diese Chance zur Führung. Doch damit nicht genug. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam Zwickau einen Freistoß rund 20 Meter vor dem Tor zugesprochen. Der gefühlvoll hereingebrachte Ball wurde von der Mülsener Abwehr unglücklich für die Gäste aufgelegt und aus fünf Meter lies der Stürmer sich diese Chance nicht nehmen und erhöhte auf 1:3. Mit diesem Tiefschlag für Mülsen ging es die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Gastgeber gewollt, in diesem Spiel noch etwas zu reißen. Im Bewusstsein der guten ersten 40 Minuten, sollte mit einer kontrollierten Spielweise der Rückstand aufgeholt werden. Jedoch wurde dieses Vorhaben schon frühzeitig zerstört. Nach einem harmlosen hohen Ball in den Strafraum, wollte Torwart Kirchberger den Ball fangen. Leider entglitt ihm der Ball und ein Spieler der Zwickauer stellte seinen Körper zwischen Ball und Torwart. Keeper Kirchberger riss den Spieler um und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Diese Chance zur Vorentscheidung ließen sich die Gäste nicht nehmen und mit einem wuchtigen Schuss ins obere Eck erhöhte Lok auf 1:4. Damit war das Spiel entschieden, die Motivation auf Seiten von Blau-Gelb war dahin und die Gäste kontrollierten nun das Spiel nach Belieben. Dabei nutzten sie nun auch die körperliche Überlegenheit aus. Nach einem Eckball erhöhte der ESV per Kopfball auf 1:5. Zu diesem Zeitpunkt waren noch über 30 Minuten zu spielen. Mülsen gelang nur noch sehr wenig im Angriffsspiel gegen die körperlich robust spielende und nun auch deutlich sicherer stehende Gästeabwehr. Versuche aus der zweiten Reihe wurden entweder geblockt oder waren leichte Beute für den Schlussmann des ESV. Auf der Gegenseite erarbeiteten sich die Zwickauer durch schnelle Gegenangriffe gute Chancen. In diesen Situationen konnte sich Keeper Kirchberger auszeichnen, da er mit zwei, drei guten Paraden einen höheren Rückstand verhinderte. Die Gäste kontrollierten nun das Spiel und brachten den Sieg am Ende sicher über die Zeit.

Über 90 Minuten betrachtet, ein nicht unverdienter Sieg der Zwickauer, die innerhalb von 15 Minuten alle Treffer erzielten. Entscheidend waren dabei die drei Tore kurz vor der Pause. Mülsen spielte gut, brachte sich aber, wie in dieser Saison bereits des öfteren, durch eigene Fehler in Bedrängnis. Es bleibt zu hoffen, dass sich die personelle Situation nach der Winterpause entspannt und die Mannschaft in der Rückrunde mit der Spielfreude auftritt, welche zu Saisonbeginn das eigene Auftreten prägte.

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